Zurück mit dem Glockenspiel

Zum Leserbrief „Plötzlich Luftschlösser gebaut“, Kurier vom 9./10. August.

Dem Leserbrief von Frau Maisel kann man nur zustimmen Und geht es bei der ganzen Handlung wirklich um die Graserschule und deren Schülerinnen und Schüler? Geht es nicht doch dabei vorrangig um die Erweiterung des Rathauses in das Gebäude der Graserschule? Wie von langer Hand vorbereitet (Verlegung des Glockenspiels unter OB Mronz)!

Dieses Begehren stand ja schon mal vor Jahren zur Debatte. Unter diesem Aspekt ist der Vorschlag von Christa Müller-Feuerstein geradezu unverschämt – Verlegung der Schule in das Rathaus II beziehungsweise in das dortige Areal. Rund 200 Schüler also an den Rand der Innenstadt, dafür die Verwaltung der Stadt ins Zentrum mit allen Vorteilen und den Kosten der Sanierung des Gebäudes für moderne Verwaltung. In allen Berichten ist von diesen Kosten nichts zu lesen und die fallen auf jeden Fall zusätzlich an. Und das bei einem nicht gut gefüllten Stadtsäckel.

Es dürfte mit Sicherheit billiger und für die meisten Betroffenen besser sein, wie dies der Leserbrief von Frau Maisel auch verdeutlicht, das vorhandene Schulgebäude endlich und wie auch in der Vergangenheit versprochen, für einen modernen Schulbetrieb zu gestalten.

Aktuell sind die Diskussionen auf das Schließen der Pavillon-Schule am grünen Hügel gelenkt und dadurch wird von der durch den Stadtrat beschlossenen Verlegung der Graserschule geschickt abgelenkt, wobei die Bezeichnung „neue Graserschule“ wohl alles etwas positiver erscheinen lassen soll. Die Würfel scheinen gefallen, und zwar zuungunsten der Innenstadtkinder.

Langsam erscheint es mir auch eine typische Bayreuther Handlungsweise zu sein, Vorhandenes nicht zu pflegen (auch wenn zugesagt), um es zu erhalten, sondern durch die Hintertüre eine Schließung oder einen Abriss durch das Argument „jetzt ist Sanierung zu teuer“ oder „es lohnt nicht mehr“ vorzubereiten. (Wird als Nächstes die Rotmainhalle mal wieder zur Disposition stehen?)

Sollten Stadtrat und Stadtverwaltung nicht zum Wohle der Bürger handeln?

Verlegen wir doch das Glockenspiel wieder zurück an das Rathaus und erinnern die Herrschaften durch stündliches Abspielen an diese ihre Aufgabe.

Annelore Albrecht-Hoffmann, Gesees

NBK Kulmbach

2014-09-12T15:49:47+02:00

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