Graserschule hängt weiter in der Warteschleife

Der Bayreuther Stadtrat hat sich in der Sitzung vom 24.9.2014 entschieden, die Graserschule weiter in die Warteposition zu verbannen und die vier bereits genannten Grundstücke auf Verfügbarkeit und Grunderwerbskosten überprüfen zu lassen.

Unsere Petition zur schnellen Instandsetzung der Schule wurde aufgegriffen und fand Unterstützer in Frau Oberbürgermeisterin Merk-Erbe, sowie der BG und den Grünen.

In der Diskussion fand unsere Petition in unsachlicher Weise noch einmal Erwähnung. Frau Dr. Lex (CSU) wies darauf hin, dass den 138 Unterschriften zum Erhalt der Graserschule, die in einer Rekordzeit von 10 Tagen online eingingen, 400 Unterschriften zum Erhalt der Pavillons gegenüberstünden.

Diese Unterschriften stammen aus der Zeit vor der Stadtratssitzung im Juli und stehen mit den Neubauplänen und den Plänen zur Schließung des Haupthauses in keinem Zusammenhang!

Wir haben großen Respekt vor den Eltern, die sich in einer Unterschriftensammlung für den Erhalt der Schulpavillons stark gemacht haben.

Aber nicht jeder, der die Pavillons erhalten möchte, stimmt dadurch automatisch dafür, eine neue Schule zu bauen und die Graserschule aus der Innenstadt verschwinden zu lassen, mit allen daraus folgenden Konsequenzen.

Ähnlich unsachlich wurde beispielweise von einem CSU-Stadtratsmitglied argumentiert, der betonte, dass er in den 70er und 80er Jahren als Lehrer in der Graserschule unterrichten musste und wegen des Straßenlärms kein Fenster öffnen konnte.
Die heutige Graserschule ist weder in den Schülerzahlen, noch in Verkehrs- und Schadstoff- oder Lärmbelastung mit den Extremen von vor 30 (!) Jahren vergleichbar. In den vergangenen 9 Jahren, die unsere eigenen Kinder die Schule besuchten zeigten alle Klassenzimmerfenster zum Innenhof, oder, im 1. Stock, zum Rathaus.

Insgesamt standen sich in der Sitzung drei Positionen gegenüber:

1.) Diejenigen, die das Schulhaus und den Standort generell schlecht reden.

2.) Diejenigen, die glauben, alle Zeit der Welt zu haben, um Standorte und Finanzierungsmodelle für eine erheblich bessere Schule zu suchen, bevor man weiter ins Graserschulhaus investiert

3.) Diejenigen, die keinen Sinn darin sehen, die  Graserschule mit einer einer langwierigen und voraussichtlich aussichtslosen Standortsuche hinzuhalten und den jetzigen Schülern echte bauliche Verbesserungen vorzuenthalten.

Die Folgen der Stadtratsentscheidung:

  • Es ist weiterhin unklar, was mit dem Rathaus II passieren soll.
  • Es ist weiterhin unklar, was städtebaulich mit dem Gebiet um ZOH und Rathaus I passieren soll.
  • Es ist weiterhin unklar, was mit dem Graserschulhaus passieren wird.

Es muss gesichert werden, dass die bereitstehenden Gelder in Millionenhöhe für die Schulrenovierung erhalten bleiben, bis eine echte Alternative steht.

Aus unserer Sicht als Initiative für eine familienfreundliche Innenstadt „Rettet die Graserschule“ ist der Bau einer besseren Schule  sehr unwahrscheinlich. Ein Wegzug der Graserschule würde außerdem negative Folgen für die Familien und das menschliche Klima in der Innenstadt haben.

2014-09-25T13:07:58+02:00

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