Neubauträume… und was wirklich dahinter steckt

Ein komplettes Schuljahr an der Graserschule wurde von der Frage dominiert: Können die Pavillons an der Bürgerreuth erhalten bleiben, oder nicht?

Die Antworten in dieser langen Zeitspanne lauteten:

Nein. Vielleicht, wenn man anders rechnet. Ja! Oups, verkalkuliert: Nein.

Bis zur Klärung dieser Frage war es nicht möglich, die Graserschule den genauen Schülerzahlen entsprechend zu gestalten. Der Ganztagszweig musste dadurch mit vielen Provisorien klar kommen, dennoch stand eine qualitativ hochwertige pädagogische Arbeit, im Sinne der Kinder, stets im Vordergrund.

Plötzlich aber wird das Graserschulhaus, in dem sich Kinder und Lehrer wohl fühlen und in dessen Renovierung zum Wohl der Kinder schon immense Summen geflossen sind, schlecht geredet.

Was steckt wirklich dahinter?

Die Hauptausschusssitzung hat es gezeigt.

CSU und FDP vertreten vor allem zwei Positionen:

1.) Das Rathaus II soll mitten in die Stadt verlegt werden, und zwar alternativlos ins Graserschulhaus. Auf das Gebiet rund um das Rathaus gehören futuristische Bankgebäude, Parkhäuser und vor allem die gesamte Stadtverwaltung.

Bei solchen Plänen stört  die Schule! Wenn die Kinder erst einmal draußen sind, stört vielleicht auch das Gebäude?

2.) Nach Vorstellung dieser Parteien möchten Eltern aus gehobenen Wohngebieten wie Bürgerreuth und grüner Hügel ihre Kinder nicht in der Innenstadtschule sehen. Die naheliegende Lösung, so wie das Hussengut nebenan, den Schulbus der St. Georgen Schule zu nutzen, der täglich die Eubener Straße anfährt, wird bisher nicht erwogen. Trotz all dem schönen Grün, das die Schule im Nachbarsprengel zu bieten hätte.

Die SPD dagegen sieht es so:

Ein neues, ganz besonderes Schulhaus würde die Möglichkeit bieten, neue, besondere Konzepte zu verwirklichen. In den Reihen der SPD erkennt man aber ebenso, dass auch die Graserschule bereits Einzigartigkeit besitzt und möglicherweise zu ähnlichen Konzepten ausgebaut werden könnte.

Für Konzepte, egal ob im historischen Gebäude oder in einem Neubau,  ist bei einer staatlichen Schule jedoch die Schulleitung, das staatliche Schulamt und nicht zuletzt das Kultusministerium zuständig.

Die Grünen sprechen sich deutlich dafür aus, mit den nun seit vielen Monaten  bereitgestellten 7 Millionen Euro das Graserschulhaus endlich fertig zu gestalten.

Die Bayreuther Gemeinschaft steht ebenfalls voll hinter dem Standort Graserschule und sieht in Grundstückssuchen und -verhandlungen eine der Schule unzumutbare Verzögerungstaktik.

Auch Frau Oberbürgermeisterin Merk-Erbe fragt den Stadtrat, woher das Geld für einen Neubau kommen soll, und empfiehlt, die Konzepte für Renovierung und Ausbau der Graserschule endlich umzusetzen.

 

Unser Standpunkt als Initiative „Rettet die Graserschule“ ist, dass die Graserschule in einer familienfreundlichen Innenstadt nicht fehlen darf. Der Bereich um ZOH und Rathaus gehört zur Innenstadt und sollte jung und lebendig bleiben.

Die Suche nach dem Grundstück für die neue Traumschule ist eine reine Verzögerungstaktik.  Rund um das Rathaus sollen Tatsachen geschaffen werden und das Geld für die Renovierung soll verloren gehen.

Zur Einschätzung der Kosten für die neue Traumschule genügt ein Blick auf das Trauerspiel rund um die angestrebte Renovierung der Pavillons.

 

2014-09-21T13:19:28+02:00

Leave A Comment