Chronologie der Neubauidee

Juli 2006
Der langjährige Rektor der Graserschule, Werner Dengler, geht in den Ruhestand. Seine Graserschule und seine Graserschüler waren sein ganzer Stolz. Er kämpfte nicht nur immer wieder gegen Vorurteile von außen an, er schaffte im Inneren bei den Schülern ein Bewusstsein für die Schönheit unserer Stadt und ihrer Umgebung und für die Besonderheit des historischen Schulhauses.
In Zusammenarbeit mit den Schülern und der schulpädagogischen Fakultät der Uni Bayreuth wurde mit viel Liebe zum Detail sogar ein Schulmuseum eingerichtet. Dazu liest man auf der Website der Schule zur Frage „Was kann uns der Pädagoge Johann Baptist Graser heute noch bedeuten?
Die Graserschule orientiert sich bei der Gestaltung ihres Schullebens an einem erzieherischen Grundgedankens Grasers. Es war uns ein Anliegen, unsere Schulkinder so weit wie möglich an der Ausgestaltung eines „Graserzimmers“ in unserer Schule zu beteiligen. So entstand der Plan, den Kindern Grasers vier „Leitgedanken wahrer Menschlichkeit“ – Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Schönheit – nahe zu bringen.“

November 2006
Im Stadtrat gibt es Bestrebungen, die Graserschule zu schließen, obwohl beim Bau des ZOH erst für viel Geld der Pausenhof neu gestaltet wurde mit Schallschutzmauer, Bachlauf, Klettergerüst, Ruhezone.

Die neue Rektorin, Katharina John, kämpft mit den Lehrern und Eltern um ihre Schule. Sie entwickelt mit Eltern und Lehrern ein Konzept für eine moderne Ganztagsschule im historischen Gebäude.
Der Stadtrat beschließt, die Graserschule zu erhalten und zu sanieren.

ab 2009
Die Räume, die durch die Aufgabe der Teilhauptschule frei wurden, werden renoviert und, mit Einbeziehung der Lehrer, Eltern und Schüler entstehen Speisesaal, Spielzimmer, Musikzimmer, Computerraum, Bücherei oder Lernwerkstätten. Jeder dieser Räume ist größer, als ein heutiges Standardklassenzimmer.

2010
Die Graserschule startet den Ganztagszweig, der bald ein voller Erfolg wird. Auch in der Regelklasse nehmen die Gastschulanträge zu.
Mit einem Festakt feiert die Graserschule ihren 135. Geburtstag. Die Schüler sind mit Begeisterung dabei.

2011
Frau John übernimmt die Leitung der Schule an ihrem Heimatort. Andreas Huber leitet nun die Graserschule.

2011-2013
Die Sanierung der Graserschule schreitet voran. Die Fenster, das Dach und die Fassade werden erneuert.
Der nächste Schritt ist die endgültige Planung der Innengestaltung. Die 4 Klassen der Pavillons sollen, wie schon seit 2006 geplant, ins Schulhaus integriert werden, während die Räumlichkeiten der Landesbildstelle und der Schulpsychologen frei gemacht werden, sowie die frühere Hausmeisterwohnung im Dach in die Nutzung einbezogen wird. Platz gibt es mehr als genug.
Die Schüler aus dem nördlichen Sprengelbereich sollen nach dem Vorbild Hussengut/St. Georgenschule mit einem kostenlosen Schulbus ins Haupthaus gebracht werden.

2013/2014
Die Elternschaft der Pavillons an der Bürgerreuth fordern den Erhalt der Pavillonteilschule aus den geburtenstarken 60ern.
Sie finden starke Unterstützung in Stadträten der CSU und der FDP, die zum Teil selbst im Bereich Gartenstadt/Grüner Hügel wohnen.

2014
Der Stadtrat lehnt für die Pavillons eine Sanierung oder einen Ersatz als nicht sinnvoll und zu teuer ab.
Hinter dem Rücken der Schule entwickelt sich aber der Plan, die Graserschule zu schließen und komplett durch einen Neubau zu ersetzen.
Also wird die Graserschule in den Stadtratssitzungen in jeder Hinsicht schlecht geredet, ohne dass sich diese CSU- und FDP-Stadträte mit den Stärken der heutigen Schule und den Bedürfnissen der heutigen Schüler im Graserschulhaus befasst hätten.
In der SPD träumen zufällig einzelne StadträtInnen den Traum von einer Schule nach Reformschulkonzepten. Wichtig scheint dafür moderne Architektur zu sein, nicht aber die Einbeziehung der Schule, die beglückt werden soll. So lassen sie sich vor den Karren der CSU/FDP spannen und verschließen ebenfalls die Augen vor dem, was die Graserschule für die Innenstadt bedeutet.

Plötzlich wird also beschlossen, nach einem „innenstadtnahen“ Standort für einen Neubau zu suchen.

Seitdem liegt der Abschluss der Sanierung auf Eis und die Graserschule im Dornröschenschlaf!

Entsetzt über das Vorgehen hinter dem Rücken und ohne Einbeziehung der Betroffenen, gründen Eltern der Graserschule die Bürgerinitiative „Rettet die Graserschule“.

2015
Es wurde, wie zu erwarten war, kein verkäufliches oder bezahlbares innenstadtnahes Grundstück gefunden.
CSU und FDP bringen nun das Grundstück zwischen Nordring und Psychiatrie ins Spiel. Die Innenstadt hat bei all den Plänen schließlich nie eine Rolle gespielt.
Die ungünstige Lage, die Größe des Grundstückes, sowie der Preis und die Baukosten, werden idealisiert.

Leider entschied der Stadtrat mit knapper Mehrheit, die Graserschule zu schließen und eine neue Schule zu bauen, koste es, was es wolle.

2016
Die Initiative „Rettet die Graserschule“ konnte mit Hilfe vieler Bürger, der BG, der Grünen und Teilen der SPD ein Bürgerbegehren auf den Weg bringen.

Die Stadträte, die den Neubau wollen, scheinen davon auszugehen, dass vielen Bayreuthern die Graserschule wichtig genug ist, zur Abstimmung zu gehen. Denn sonst könnten sie sich ja zurücklehnen. Zu wenig Interesse heißt automatisch: Neubau.
Ihre Reaktion ist aber, dem Bürgerbegehren ein Ratsbegehren gegenüber zu stellen und dem Bürgerbegehren Steine in den Weg zu legen. Unter anderem versuchten sie (zum Glück vergeblich!) zu verhindern, dass der Begriff „Rettet die Graserschule“ verwendet werden darf.

Am 13. März 2016 wird sich entscheiden, was den Bayreuthern ihre lebendige, familienfreundliche Innenstadt bedeutet.

Liebe Bayreuther, helfen Sie mit, unsere Graserschule zu erhalten!

2016-03-13T11:24:06+00:00

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