Faktenanalyse: Zeitreise mit Klaus Klötzer (II)

Wir schätzen Klaus Klötzer sehr – zeigt er doch ein hohes ehrenamtliches Engagement – und bereits im Beitrag „Faktenanalyse: Klaus Klötzer und der Feinstaub (I)“ haben wir über seine Aussagen geschrieben. Da ging es um einen Sachverhalt der rund zehn Jahre zurückliegt.

Jetzt geht es weiter in der Zeit zurück, in das letzte Jahrtausend, in die Zeit von 1973-1983.

Klaus Klötzer startet in seinem aktuellen Post:

„Ich bin für den Neubau der Graserschule weil ich aus eigener Erfahrung die Mängel des jetzigen Standorts der Schule kenne. Ich habe als junger Lehrer von 1972 bis 1983 an der Graserschule unterrichtet und hatte damals immer die große Sehnsucht, einmal während des Unterrichts die Fenster öffnen zu können.

Das ist ja schon einige Zeit her. Manche der Schüler, die Klaus Klötzer damals unterrichte, sind heute schon Großeltern.

Aber, was hat sich seitdem geändert?

Die Hauptschule hat das Gebäude verlassen und die Schüler haben ihr neues zu Hause an der Albert-Schweizer-Schule gefunden. Zur Zeit von Herrn Klötzer gingen über 1.400 Schüler in das Gebäude an der Schulstraße 4. Nach der erfolgter Sanierung werden es 300 sein.

Das 1974 erlassene Bundes-Immisionsschutzgesetz (BImSchG) hat seine volle Wirkung entfaltet und die Belastung der Innenstädte durch Lärm und Abgase hat erheblich abgenommen. Vor allem die Abgase durch den Verkehr haben durch die Katalysatorpflicht (ab 1984) deutlich abgenommen. Die Zahl der Haushalte, die mit Kohlen heizen, geht heute gegen Null und sogar die Stadtwerke betreiben Stadtbad und Fernwärmenetz nicht mehr durch die Feuerung mit Eierbriketts.

Kurzum: Die Luft ist besser, der Lärm weniger geworden, herrschte früher Enge im Gebäude, hat die Schulfamilie nun viel Raum.

Und es gibt eine Technik, die fasst in jedem Neubau Einzug erhält und Klaus Klötzers Sehnen nach frischer Luft ganztägig Erfüllung gewähren kann: Eine Belüftungsanlage.

Laut dem in der Stadtverwaltung für die Sanierung der Graserschule zuständigen Mitarbeiter ist eine Belüftungsanlage: „im Rahmen der Sanierung mit überschaubarem Aufwand“ zu installieren, wenn der Stadtrat es denn für nötig hält.

Dann geht Klaus Klötzer konkret zu den Punkten:

Ich habe mich auch oft gesehnt nach Bedingungen, die bereits damals für viele andere Schulen selbstverständlich waren :

• einen Pausenhof, in dem die Kinder im Grünen herumtollen können

• moderne Spielbereiche für unterrichtsfreie Zeiten

• einen ruhigen Bereich für Unterricht im Grünen

Auf dem Internetauftritt der Graserschule kann man sich ein gutes Bild davon machen, wie die Außenansicht  der Graserschule heute ist und welche Spielmöglichkeiten die Kinder haben: http://www.graserschule.de/bildergalerie/4/0/14/galerie_28.htm

Der Pausenhof mit seiner Gesamtfläche von 3.200 m² ist großzügig. Nach dem Anbau der Aula bleiben über 2.900m².  – Im Vergleich zur Luitpoldschule sind das rund 500 m² mehr.

Der Außenbereich umfasst vier Abschnitte: Den großen Außenbereich mit historischer Baumsubstanz und 1.400m² Fläche, den Seitenbereich mit Bachlauf auf einer Fläche von 300m², einen überdachten Bereich mit einem bei jedem Wetter nutzbaren Ballspielplatz (400m²) und einem vierten Bereich mit einer Fläche von 1.100 m², der durch den Anbau einer Aula um ca. 200m² verkleinert wird. Selbst dann hat man mit über 2.900m² viel Platz für deutlich weniger als 300 Schüler.

Mehr grün geht natürlich immer: Im Rahmen der Sanierung wird auch der Außenbereich neugestaltet.

Als nächsten Aspekt führt Klaus Klötzer an:

• einen Schulgarten für modernen ökologischen Unterricht

Hatte man vor 33 Jahren wirklich schon Schulgärten in jeder Grundschule?

Den gibt es an der Graserschule nicht, wohl aber eine Initiative des Elternbeirates diesen an der Schulstraße 4 zu verwirklichen. Platz ist vorhanden, Geld der Eltern in Aussicht gestellt. Nur dem Schulleiter fehlten die „personellen Kapazitäten“.

Dann geht es weiter mit:

• Freisportanlagen vor Ort, statt ständiger Transfers zum BTS – Platz

Stimmt. Der BTS-Platz ist 1,1 Kilometer entfernt und wird von der Graserschule mit genutzt.

In anderen Schulen fährt man ganzjährig mit dem Bus zum Schwimmunterricht, in der Graserschule in den Sommermonaten, wenn das Wetter es zulässt, zum Sportplatz an der Mistel.

Da ist die Graserschule nun wirklich privilegiert: Bietet sie doch allen Schülern im Haupthaus von der ersten bis zu vierten Klasse durchgängig Schwimmunterricht. Aber auch beim Sportunterricht – so wird in den Wintermonaten immer wieder das Eisstadion genutzt.

Als nächstes führt Klaus Klötzer an:

• Räume für Schulsozialarbeit , Klassenkonferenzen und Pädagogische Mitte im Haus

Damals als Klaus Klötzer in der Schulstraße 4 unterrichtete, herrschte dort Raumnot (Schülerzahl damals> 1.400, heute <300). Im Rahmen der Renovierung wird hier so viel zusätzlicher Raum für die Schule hergerichtet, dass für all dies wirklich Platz in Hülle und Fülle herrscht.

Zu unser Verwunderung geht es dann weiter mit:

• Kurze Wege zu Lehrerzimmer und Toiletten

Wir geben gerne zu, dass uns dieses Argument vollständig überrascht hat. Es sind auf bald jedem Stockwerk Toiletten und das Lehrerzimmer ist innerhalb des Gebäudes.  Dieses ist zwar groß aber nun wahrlich kein Pentagon.  Zu den Toiletten können es im Extremfall dann doch wirklich 60 Meter sein.
Zum Lehrerzimmer: Wir sprechen von einer Grundschule, in dem die Lehrer in der Regel in einem festen Klassenzimmer unterrichten.

Und Klaus Klötzer schließt dann mit dem Satz:

Auf all dies mussten wir zusammen mit den Kindern verzichten.“

Damals ok, heute aber nicht!

Danke Klaus Klötzer für diesen Einblick in Ihren Erinnerungsschatz, hat es uns doch die Möglichkeit gegeben, anhand diesen mit Vorurteilen aufzuräumen und die vielen Vorteile der Graserschule in der Schulstraße 4 aufzuzeigen.

Die Graserschule ist die Schule in der zentralen Lage Bayreuths, die mit ihrem gebundenen Ganztagszweig Schüler aus ganz Bayreuth offensteht. Mit der Sanierung der Schule wird die Möglichkeit geschaffen, dass dieses zukunftsgerichtete Angebot sich weiter entwickeln kann.

Ein Neubau auf dem Bauplatz am Nordring – außerhalb der städtischen Wohnbebauung – würde ein Loch in die Bayreuther Schullandschaft reißen und auch dem St. Vinzenz Hort dessen Schule nehmen.

Wohin dann mit den Kindern der Innenstadt? In die ebenfalls sanierungsbedürftige Luitpoldschule ohne gebundenen Ganztagszweig mit kleinerem Pausenhof?

Bitte stimmen Sie für die Sanierung der Graserschule. Das Sanierungskonzept ist rund, es erhält die Schule für alle, eine moderne Schule der kurzen Wege im historischem Gewand!

2016-03-08T06:29:38+01:00

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