Warum uns unsere Graserschule wichtig ist:
Die Schüler der Graserschule wollen ihre Schule in der Innenstadt behalten:

Viele junge Familien mit Kindern wohnen und leben in der Innenstadt und sind dringend auf eine wohnortnahe Schule angewiesen.

Nicht nur, dass die Kinder mit ihrer Schule und ihrem Lehrkörper zufrieden sind,
die Graserschule bietet den Kindern außerdem mit ihren räumlichen Möglichkeiten ein umfassendes Angebot an Fördermöglichkeiten. Es gibt:

  • Musikunterricht
  • Flötenunterricht
  • eine Schulbücherei
  • eine Theatergruppe
  • den Chor
  • eine Schülerzeitung
  • eine Schulverschönerungsgruppe
  • Schulwegshelfer
  • Ersthelfer (1.Hilfe)
  • Spielgerätewarte
  • Umwelthelfer
  • eine Bücherei
  • einen Computerraum
  • einen Aufenthaltsraum mit Schulküche
  • das Projekt Faustlos
  • Anti-Aggressionstrainings
  • Streitschlichter
  • u.v.m.

Die Graserschule verfügt durch die aktuellen städtischen Baumaßnahmen in den zwei schallgeschützten Pausenhöfen über großzügige Kletter- und Spielbereiche im Wert von ca. 80.000,– €. Eine schöne Ruhezone mit Wasserlauf und einen vielseitig verwendbaren gesicherten Ballspielplatz. Mit der Absiedelung wäre diese Investition verschwendet.

Die Zentralität der Graserschule ist optimal: an welcher Schule sonst gibt es
in Laufdistanz alle wesentlichen Einrichtungen einer Stadt?

  1. eine historische Innenstadt (z.B. Opernhaus, Neues Schloss, weitere Museen)
  2. Sport und Freizeiteinrichtungen wie Bäder, Eisstadion, Kino, Theater
  3. Bibliotheken
  4. Feuerwehr
  5. Polizei, und nicht zuletzt
  6. das Rathaus

Kinder von Berufstätigen, Alleinerziehenden und aus sozial benachteiligten Familien sind vielfach auf die Mittagsbetreuung und Ganztagsbetreuung angewiesen. Die Schule arbeitet hier bereits mit der AWO (Arbeiterwohlfahrt), dem Hort St. Vinzenz und zukünftig mit dem Hort im Kinderhaus in der Munckerstraße zusammen.
Mehrere Gastschulanträge auch von Pendlern begründen sich mit dieser Möglichkeit der Ganztagesbetreuung.

Durch den relativ hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund bietet die Graserschule eine ausgesprochen gute Integrationsarbeit: Es gibt:

  1. Deutsch-Förderunterricht
  2. muttersprachlichen Ergänzungsunterricht
  3. eine enge Kooperation mit 4 Kindergärten in Bezug auf die Erteilung von Deutsch-Vorkursen

Mehrere Kinder mit besonderem Förderbedarf im Bereich Lernen machen die Einrichtung einer Kooperationsklasse notwendig, in der zusätzliche Fördermaßnahmen mit Hilfe des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes eingerichtet sind.

Einige Kinder mit besonderem Förderbedarf im Bereich soziales und emotionales Lernen und Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten begründen den Einsatz der schulinternen Erziehungshilfe durch den schulpsychologischen Dienst.

Die Graserschule ist eine Schule mit Tradition: Es ist eine seit 131 Jahren gewachsene Schule in Bayreuth mit ihrem Schulmuseum. Ihr Namensgeber Johann Baptist Graser steht für das Ziel, den Menschen auf das Leben im Staate vorzubereiten. Er war ein Pädagoge, der vom „Kinde“ ausging. Er forderte die individuelle und ganzheitliche Förderung (Kopf, Herz, Hand). Ein Pädagoge, der sich schon vor 200 Jahren für die Integration von Schwächeren stark machte.

Ein Lernen mit allen Sinnen  gerade das fordert ja die heutige Gesellschaft von den Schulen, Die Graserschule setzt diese gesellschaftlichen Forderungen bereits um, kann diesen Anforderungen jetzt endlich in ausreichender Form nachkommen, da will man uns wieder beschneiden oder gar schließen!

Die Graserschule ist mit eine der größten Volksschulen der Stadt Bayreuth. Derzeit befinden sich ca. 180 Kinder der Grundschule im Gebäude der Graserschule. Eines ist auch klar: Gerade bei der Graserschule bleiben die Zahlen für die nächsten sechs Jahre für die Einschulung von Kindern konstant im Gegensatz zu vielen anderen Volksschulen!

Auch in der Zukunft will und muss die Graserschule in diesen Bereichen tätig werden um den Ansprüchen der berufstätigen Eltern gerecht zu werden, aber vor allem auch, um ALLE Kinder optimal fördern zu können.

Eine “Zersprengelung” der Graserschule hätte schwerwiegende Folgen für die Kinder und deren Familien, den Lehrkörper, die kooperierenden Horte, letztendlich für die ganze Stadt:

Eine enorme Vergrößerung der Klassen in den aufnehmenden Schulen wäre die Folge: Derzeit ist der Klassenschnitt in der Graserschule bei ca. 22 Kindern, genau die durch die PISA-Studie geforderte Größe. Sämtliche umliegenden Schulen allerdings haben jetzt bereits eine Klassenstärke von mind. 25 Kindern. Man mag sich die Klassengrößen dann vorstellen, wenn zig Kinder diese Klassen füllen werden. Ob diese Schulen für den Schüleransturm räumlich gerüstet sind, ist auch offen.

Eine Verlängerung der Schulwege, eventuelle „Bringdienste“ der Eltern wären erforderlich, was dem Slogan kurze Wege – kurze Beine widerspricht.

Die Kinder würden aus ihrer Klassengemeinschaft gerissen. Was eine Zerstörung der sozialen Kontakte zur Folge hätte. Man kann sicher davon ausgehen, dass ein Zerreißen von Klassen für die schulische Zukunft dieser Kinder Nachteile bringt.

Man kann auch davon ausgehen, dass die derzeit kooperierenden Horte und Einrichtungen unter einer eventuellen Schließung der Graserschule Folgen zu tragen hätten – schlimmstenfalls sogar die Folgen von Personaleinsparung oder fehlender Finanzierung.

Auch die Innenstadt selbst würde weitaus weniger belebt, um nicht zu sagen veröden, da sei einem die durchaus unsachliche und etwas augenzwinkernde Abschluss-Feststellung:
„BÄUME REIN UND KINDER RAUS AUS DER INNENSTADT –
MUTIERT BAYREUTH ZUR BAUMSCHULE?“

doch erlaubt.

Monika Adler, Elternbeiratsvorsitzende